Daten auswerten: zählen, Anteile bestimmen, in Diagrammen darstellen – und aus Versuchen Wahrscheinlichkeiten schätzen.
Ob Umfrage in der Klasse oder Würfelversuch: Aus vielen Einzeldaten macht man wenige aussagekräftige Zahlen. Wir klären Häufigkeiten, den Durchschnitt, die Darstellung im Diagramm und den ersten Blick auf Wahrscheinlichkeiten.
✎ oft ohne TaschenrechnerOberschule · Klasse 7
1
Absolute und relative Häufigkeit
Die absolute Häufigkeit ist die Anzahl, wie oft etwas vorkommt.
Die relative Häufigkeit setzt das ins Verhältnis zur Gesamtzahl: $\dfrac{k}{n}$ – als Bruch, Dezimalzahl oder Prozent.
Beispiel
Von 20 Kindern trinken 5 am liebsten Saft. Absolut: $5$. Relativ: $\tfrac{5}{20}=0{,}25=25\,\%$.
2
Arithmetisches Mittel (Durchschnitt)
$\bar{x}=\dfrac{\text{Summe aller Werte}}{\text{Anzahl der Werte}}$
Je öfter man einen Zufallsversuch macht, desto besser schätzt die relative Häufigkeit die Wahrscheinlichkeit.
Sind alle Ausgänge gleich wahrscheinlich (Laplace), rechnet man direkt: $P=\dfrac{\text{günstige}}{\text{möglichen}}$.
Beispiel
Ein Würfel: $P(\text{eine 6})=\tfrac{1}{6}\approx 0{,}17$. $P(\text{gerade Zahl})=\tfrac{3}{6}=0{,}5$.
Leitaufgabe: die Haustier-Umfrage
Aufgabe
In einer Klasse mit 20 Kindern wurde die Anzahl der Haustiere erfasst: 6 Kinder haben 0, 8 Kinder haben 1, 4 Kinder haben 2 und 2 Kinder haben 3 Haustiere.
Wie groß ist die relative Häufigkeit „genau 1 Haustier"?
Von 25 Würfen zeigt der Würfel 5-mal die Sechs. Bestimme die relative Häufigkeit (als Prozent) und schätze damit die Wahrscheinlichkeit. Vergleiche mit dem Laplace-Wert.
Hinweise
Relative Häufigkeit: $\tfrac{5}{25}$, dann in Prozent.
Laplace-Wert für eine Sechs: $\tfrac{1}{6}\approx 16{,}7\,\%$.
Übung mit Lösungen zum Abgleich
Aufgaben
Mittelwert von $4,\,7,\,7,\,2,\,5$.
Kreisdiagramm-Winkel für einen Anteil von $30\,\%$.
Ein Glücksrad hat 10 gleiche Felder, 3 sind rot. $P(\text{rot})$ als Dezimalzahl?
Ergebnisse
a) $\tfrac{25}{5}=5$.
b) $0{,}30\cdot 360^\circ=108^\circ$.
c) $\tfrac{3}{10}=0{,}3$.
Typische Stolperfallen
Daran denken – dann läuft es
Absolut ≠ relativ: absolut ist die Anzahl, relativ ist der Anteil ($\tfrac{k}{n}$).
Beim Kreisdiagramm den Anteil mit $360^\circ$ multiplizieren – alle Winkel ergeben zusammen $360^\circ$.
Die relative Häufigkeit (gemessen) ist nur eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit – sie stimmt erst bei vielen Versuchen gut überein.
Beim Mittelwert alle Werte addieren, auch mehrfach vorkommende.